Die gesamte für künstliche Intelligenz benötigte Energiemenge könnte sich in den kommenden Jahren verdreifachen. Noch im Jahr 2023 hatte der Strombedarf für Rechenzentren bei 500 Terawatt gelegen und war damals schon höher als der gesamte Verbrauch in Frankreich oder in Deutschland.

Diese steigende Nachfrage könnte zu einem Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen in den kommenden fünf Jahren um 1,7 Gigatonnen führen. Zum Vergleich: Dies entspricht in etwa den Emissionen Italiens über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Jetzt ist wichtig, dass Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten. Es ist im Interesse fast aller, dass KI das volle Potenzial ausschöpft und gleichzeitig Kosten und Emissionen minimiert werden.
Ob dies auch das Interesse der Energieanbieter ist, ist nicht klar. Natürlich könnten Maßnahmen zur Verbesserung der Stromversorgung Preisanstiege abmildern und Emissionen eindämmen.
Wenn die Energieanbieter von der hohen Nachfrage mit deutlichen Kostensteigerungen profitieren wollen, könnten sie Verbrauchern und Industrie schaden und möglicherweise das Wachstum der KI-Branche selbst bremsen.
Große Hyperscaler haben bereits beschlossen, das Risiko für die Stromversorgung selber zu tragen und den Bau von eigenen Kraftwerken angekündigt.
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