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SAP, AKW und KI

Bei den AI-Herstellern werden die Sorgen immer größer, dass sie die benötigte Rechenleistungen in ihren Datacentern nicht bereitstellen können. Viele denken, Atomenergie könnte ein Ausweg aus dem Dilemma sein.

Es gibt Geschichten und Gerüchte im Internet, dass allein Microsoft zehntausende KI-Chips besitzt, die nicht in Datacenter verbaut werden können – weil es nicht genügend Energie gibt, damit sie arbeiten.

Im Herbst des Jahres 2024 war die angebliche Situation nicht so prekär, aber das Thema stand zum ersten Mal ausführlich in den Zeitungen.

Damals hatte ich während des DSAG-Jahreskongress beim SAP Vorstand Thomas Saueressig nachgefragt. Die Anwort war „Nein!“, SAP plane nicht, ausrangierte Atomkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen.

Auch der Betrieb von eigenen dezentralen und sogenannten „Miniatomkraftwerken“ sei für den SAP-Vorstand keine Option. 

Hintergrund war, dass zunächst Microsoft bekannt gegeben hatte, gemeinsam mit einem Stromanbieter ein ausrangiertes Atomkraftwerk in den USA in Betrieb nehmen zu wollen.

Inzwischen hat die US-amerikanische Regierung anscheinend Gelder für die Inbetriebnahme zur Verfügung gestellt.

Auch in Japan sollen abgeschaltete Atommeiler wieder ans Netz geschaltet werden.

Und Google stellte Pläne fūr den Kauf von sechs oder sieben „Miniatomkraftwerken“ vor. Angeblich sei die Erzeugung des nötigen Energiebedarf für KI nur mit dieser – sicherlich etwas veralteten und offensichtlich nicht sonderlich nachhaltigen – Technologie möglich.  

Es ist zu hoffen, dass die IT-Giganten genügend Energie erzeugen, damit ihre AI dabei hilft, Lösungen nicht nur für die sichere Stromerzeugung sondern auch für die Endlagerung des Mülls zu finden. 

Denn natürlich werden SAP und deren Anwender die KI-Systeme und die Clouds von Microsoft und Google nutzen.

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