Der digitale Wandel ist dabei seit Jahren ein fester Bestandteil der Unternehmensentwicklung, insbesondere zur Steigerung der Prozesseffizienz und zur nachhaltigen Ausrichtung des Unternehmens.
Dabei soll auf Papier verzichtet und Prozesse deutlich verschlankt und rationalisiert werden. Als langjähriger Entwicklungspartner unterstützt die Membrain die Schokoldenexperten bei der digitalen Transformation.
Vom Papier zur digitalen Lösung: Kommissionierung neu gedacht
Der Treiber für das Logistik-Projekt war vor allem das starke Wachstum im Fulfillment. „Wir kommen aus einem sehr klassischen Prozess“, beschreibt Carsten Brunk, Leitung Logistik und Instandhaltung bei Rausch die Ausgangssituation. Die Aufträge wurden mit gedruckten Handpicklisten abgearbeitet – ein Verfahren, das bei rund 50 Aufträgen am Tag gut funktionierte, bei dauerhaft 200, 300 oder mehr Aufträgen jedoch schnell an seine Grenzen stieß.

Der Hauptsitz der Rausch-Gruppe am Berliner Gendarmenmarkt.
(Bild: Rausch)
Tausende von ausgedruckten Seiten mussten sortiert, kategorisiert und manuell abgearbeitet werden. Hinzu kam, dass der Logistikbereich wie ein kleiner Supermarkt aufgebaut ist: Mitarbeitende bewegten sich von Stellplatz zu Stellplatz, suchten auf der Liste stets den nächsten Artikel und mussten nach Abschluss der Kommissionierung den Auftrag im System noch quittieren, damit er in den Verpackungsprozess übergehen konnte. Dieser Medienbruch kostete Zeit, erzeugte Zusatzarbeit und erhöhte die Fehleranfälligkeit.
Effizientes und produktives Arbeiten als Erfolgsfaktor
Vor diesem Hintergrund beschäftigte sich Rausch intensiv mit alternativen Lösungen zur digitalen Kommissionierung. Scanner, klassische Handhelds oder andere Wearables standen ebenso auf dem Prüfstand wie unterschiedliche Softwareanbieter.
Dass Membrain am Ende erneut den Zuschlag erhielt, war für Brunk nur folgerichtig. „Dabei ist die Firma Membrain seit vielen Jahren ein verlässlicher und kompetenter Partner im SAP-Umfeld und wir schätzen die Zusammenarbeit sehr“, so Brunk.

Für die Entscheidung gemeinsam mit Membrain die Digitalisierung voran zu treiben, war neben der tiefen SAP-Integration vor allem die Fähigkeit, Prozesse konsequent zu verschlanken. In Kombination mit den Smart Watches des Herstellers Nimmsta sah Carsten Brunk, Leitung Logistik und Instandhaltung bei Rausch, genau das Potenzial, produktives Arbeiten zu ermöglichen.
(BIld: Membrain)
Digitalisierung mit Mehrwert für Mitarbeitende und das Unternehmen
Das übergeordnete Ziel der Digitalisierung ist definiert: Prozesse sollen einfacher, schneller und sinnvoller werden – für das Unternehmen ebenso wie für die Mitarbeitenden. Es ging ausdrücklich nicht nur um Effizienzgewinne oder Kostenaspekte, sondern auch darum, unnötige Tätigkeiten zu eliminieren und den Arbeitsalltag spürbar zu verbessern.
Heute sehen die Kommissionierer auf der Smart Watch immer nur den nächsten relevanten Artikel mit Stellplatzinformation. Die Entnahme wird direkt am Lagerplatz bestätigt, inklusive einer Mengenbestätigung, die gleichzeitig als Doppelkontrolle dient. Falsche Stellplätze werden sofort erkannt. Nach der letzten Position eines Auftrags erfolgt die systemseitige Quittierung automatisch im Hintergrund.
Systemgestützte Kommissionierung im SAP ohne Medienbrüche
Besonders relevant ist für Rausch die enge Verzahnung der Lösung mit SAP. Die Kommissionierung ist vollständig systemgeführt, Bestände werden in Echtzeit verarbeitet und Statuswechsel automatisiert angestoßen. Damit fügt sich die mobile Lösung nahtlos in die bestehende IT-Landschaft ein, ohne zusätzliche Insellösungen oder manuelles Nacharbeiten zu erzeugen.
Weniger Fehler und mehr Effizienz in der Logistik
Rausch verzeichnet eine Steigerung der Effektivität von rund 20 Prozent in der Kommissionierung. Gleichzeitig wurden Fehlerquellen reduziert, Durchlaufzeiten verkürzt und administrative Tätigkeiten deutlich minimiert. Der Return on Investment ergibt sich nicht nur aus der reinen Zeitersparnis, sondern auch aus stabileren Prozessen und einer höheren Transparenz im Logistikbereich.

(Bild: Rausch)
Ein weiterer Erfolgsfaktor war die schnelle Verfügbarkeit und Anpassungsfähigkeit der Lösung – ein entscheidender Punkt in Zeiten stark begrenzter IT-Ressourcen. Dank der bestehenden Membrain-Plattform und der modularen Architektur konnten Anpassungen zügig umgesetzt und exakt auf die Anforderungen zugeschnitten werden. Statt langwieriger Individualentwicklungen stand eine praxiserprobte Lösung zur Verfügung, die gemeinsam feinjustiert wurde.
Die digitale Reise geht weiter
Auf Basis der nun digital erfassten Materialbewegungen eröffnen sich neue Anwendungsfälle. Geplant sind unter anderem die weitere Automatisierung von Verpackungsprozessen sowie die Einführung einer permanenten Inventur ab dem kommenden Geschäftsjahr.
Auch hier soll die Smart Watch zum Einsatz kommen, um Bestände direkt am Stellplatz zu erfassen und ohne Medienbruch ins System zu übertragen. Ziel ist es, Abweichungen zwischen physischem und systemischem Bestand weiter zu reduzieren, Fehlerquellen zu eliminieren und Kapitalbindung zu vermeiden.
„Für Rausch ist die Digitalisierung damit kein Selbstzweck, sondern ein kontinuierlicher Prozess – getragen von Technologie, Partnerschaft und dem klaren Fokus auf sinnvolle, nachhaltige Verbesserungen im Arbeitsalltag“, resümiert Brunk.
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