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Neue Softwareplattform für Forschungen im Weltraum

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat die Dateninfrastruktur im Columbus-Modul der Internationalen Raumstation ISS modernisiert.

Das „Columbus Data Management Infrastructure“-Projekt schaffe eine skalierbare Plattform, die eine verlässliche Übertragung von Daten sowie die Fernwartung vom Boden aus ermöglicht, meldet die ESA.

Das System wurde im April an Bord einer NG-24-Rakete ins All gebracht, auf der ISS installiert und in Betrieb genommen. Eine neue kompakte Servereinheit wurde speziell für die hohen Anforderungen an den Einsatz im Weltraum konzipiert und ersetzt das seit vielen Jahren genutzte Vorgängersystem.

Die Lösung wird direkt in das Columbus-Modul integriert und unterstützt die Experimente an Bord durch sichere Datenspeicherung und -übertragung.

Mit CDMI wird eine moderne Dateninfrastruktur in die ISS integriert, die eine zuverlässige Verarbeitung an Bord sowie die Fernverwaltung des Systems ermöglicht.
(Bild: ESA)

„Die modulare Softwarestruktur von CDMI trägt dazu bei, Ausfälle zu reduzieren und verringert das Risiko von Störungen des wissenschaftlichen Betriebs“, sagt Han Wessels, Operations Systems Engineer bei der ESA.

Die Softwareplattform basiere auf Standardsoftware, die für den Weltraumeinsatz angepasst wurde, und ermögliche den Einsatz bewährter, wartungsfreundlicher Technologien in dieser hochspezialisierten Umgebung.

„CDMI stellt einen entscheidenden Fortschritt für die wissenschaftliche Nutzung des Columbus-Moduls dar“, so Wessels weiter. „Unsere Partner CGI und Space Applications Services haben für uns ein robustes System entwickelt.“

Es biete moderne Netzwerkschnittstellen für Experimente sowie Bedien- und Wartungsschnittstellen nach Industriestandard.

„Darüber hinaus kann es Datenverarbeitungsaufgaben direkt an Bord ausführen und so die Kommunikation zwischen Raumfahrzeug und Bodenstation reduzieren.“

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