In den Anwenderunternehmen würden Investitionen gezielter und kritischer erfolgen als bisher, „allerdings ohne SAP grundsätzlich infrage“ zu stellen heißt es in der Studie.
Aber es gibt anscheinend Zweifel an der SAP-Strategie.
„On-Premises Ist bei vielen Anwendern weiterhin die erste Wahl während Cloud-Modelle, neue SAP Zielbilder und künstliche Intelligenz ihren wirtschaftlichen Nutzen erst beweisen müssen.“

In diesem Jahr wurde erstmals abgefragt, wie stark bestimmte Herausforderungen die Investitionsentscheidungen beeinflussen. Die Top-5-Herausforderungen:
• Wirtschaftlichkeit von Investitionen in SAP-Software
• Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
• SAP-Lizenz- und Vertragsgestaltung
• Wartungsende von SAP ECC Onpremise
• Umsetzung gesetzlicher Vorgaben
Damit wird offensichtlich, dass viele Unternehmen bis 2027 nicht auf S4/HANA migrieren und dafür auch höhere Wartungskosten in Kauf nehmen.
„Investitionsentscheidungen folgen weniger Visionen als vielmehr der Frage nach Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit Und Integrationsfähigkeit“, erklärt Jens Hungershausen, DSAG-Vorstandsvorsitzender
Obwohl die DSAG im Jahr 2026 mit steigenden IT-Investitionsbudgets beim größten Teil der Unternehmen rechne, „spiegelt die Entwicklung der Budgets den anhaltenden wirtschaftlichen Druck wider, unter dem viele Unternehmen stehen.“






Ebenfalls erstmals abgefragt wurde, welche übergeordneten Ziele die Investitionsplanung prägen. Die Top-3-Antworten lauten hier: Digitale Transformation/ Prozessmodernisierung, Kostenoptimierung/Effizienzsteigerung sowie Compliance/Sicherheit.
Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und ein angespanntes Marktumfeld führten dazu, dass Investitionen kritischer hinterfragt und teilweise verschoben werden.
„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass digitale Transformation und Prozessmodernisierung die zentralen Treiber bleiben. Die werden aber klar flankiert von dem Anspruch, effizienter zu wirtschaften sowie regulatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen zuverlässig zu erfüllen“, sagt Hungershausen.
„Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheiten, steigender Kosten und komplexer Lizenz- und Wartungsmodelle müssen SAP-Investitionen zugleich innovativ, wirtschaftlich tragfähig und resilient sein.“
„Die Vergleichsweise geringe Investitionsbereitschaft in die Public Cloud zeigt, dass hier aus Kundensicht funktionale Tiefe, Integrationsfähigkeit und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend sind“, so Hungershausen.
Die DSAG fordere deshalb die „echte Wahlfreiheit zwischen den Betriebsmodellen bei klarer Roadmap und Planungssicherheit“.
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