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Topthemen für IT-Entscheider

In einer Studie aus de, Jahr 2024 hat Theobald Software untersucht, welche Trends und Herausforderungen mittelständische Unternehmen, bei der Arbeit mit ihren SAP-Systemen sehen.

Laut der Autoren bestätigt die Umfrage den Trend hin zur intensiveren Nutzung und Verarbeitung von Daten generell, auch durch den Transfer von SAP-Daten in externe Systeme.

Offensichtlich erhoffen sich die Verantwortlichen eine einfachere und günstigere Datenverarbeitung, häufig direkt in den Fachabteilungen. Die Studie zeigt Potentiale für die Optimierung der SAP-Systeme.

Die Kosten für den Betrieb der SAP-Systeme überschreiten bei mehr als der Hälfte der Befragten die Eine-Million-Euro-Grenze – und nur etwa jedes zehnte befragte Unternehmen gibt weniger als 500.00 Euro pro Jahr für die laufenden Kosten des SAP-Betriebs aus.

„Fast alle der befragten Unternehmen planen den Einsatz von S/4HANA oder nutzen es bereits“, schreiben die Autoren. „Als Top-Themen für die IT-Entscheider gelten neben der Cloud-Migration, der andauernde Aufwand für Wartung und Support ihrer SAP-Systeme.“

Hierbei ist es für viele Verantwortliche offensichtlich eine große Herausforderung, dass sie in der Vergangenheit ihre SAP-Systeme spezifisch nach ihren eigenen Bedürfnissen erweitert hatten.

Dies erschwert und verteuert Migration, Wartung und Support – 38,7 Prozent erachten dies als „große Herausforderung“. Als weitere zentrale Aspekte nennen sie die Bedienbarkeit sowie Benutzerfreundlichkeit der SAP-Oberflächen.

Cloud ist bei vielen Unternehmen erste Wahl

Mit den meisten SAP S/4HANA-Migrationen ist der Wechsel zu einem cloudbasierten Delivery-Modell verbunden.

Gerade diese Projekte scheinen viele Unternehmen im Moment umzutreiben. Laut Befragung erachten mehr als 38 Prozent die Migration ihrer SAP-Systeme in die Cloud als eine aktuelle Aufgabe, die es zu lösen gilt.

Dabei sind die Cloud-Lösungen sowohl für SAP-Systeme als auch für die genutzte Integrationssoftware die bevorzugte Betriebsart.

Die Studie zeigt auch, dass die IT-Entscheider in den Unternehmen Data Lakes und Data Lakehouses als wichtige Bausteinen bei der Optimierung ihrer Systeme für die Verarbeitung von SAP-Daten ansehen.

Während aktuell rund 40 Prozent der Unternehmen entsprechende Lösungen einsetzen, wird deren Zahl künftig auf fast 70 Prozent steigen.

Doch neben Verbesserungen ihrer SAP-Installationen setzen die Verantwortlichen darauf, die SAP-Daten außerhalb der SAP-Systeme zu nutzen und zu verarbeiten.

Die Autoren der Studie weisen darauf hin, das bereits heute fast zwei Drittel der Unternehmen Daten aus dem SAP-System heraus transferieren, um sie in anderen Systemen und Anwendungen weiterzuverarbeiten.

„Die Menge an diesen transferierten Daten ist für zwei Drittel der Unternehmen kontinuierlich gestiegen. Entsprechend ausgeprägt ist der Bedarf an Integrationssoftware“, heißt es in der Analyse.

Knapp die Hälfte der Befragten nutzten bereits eine solche Lösung, weitere 40 Prozent planten eine Anschaffung.

Für die Entscheider und Projektleiter sind die zentralen Elemente bei diesen Projekten neben der passenden Integrationssoftware, vor allem Anforderungen an die IT-Sicherheit und die hohe Qualität der Daten.

Fachabteilungen fordern Echtzeitdaten

Auch um zu verstehen, wie diese Daten genutzt werden, wechselt die Studie die Perspektive von den Entscheidern zu den Fachanwendern.

Die Autoren stellen fest, dass „SAP-Daten hauptsächlich für Reportings, betriebswirtschaftliche Analysen, Controlling sowie Forecasts genutzt werden“.

Für Anwender in den verschiedenen Fachabteilungen sei laut Studie die Nutzung von SAP-Daten außerhalb der SAP-Systeme inzwischen gängige Praxis.

Dabei werde deutlich, dass der größere Teil auf Drittlösungen von Softwareherstellern setzt – eigenentwickelte Lösungen liegen nicht mehr im Trend.

Bei den damit verbundenen Systemanbindungen und Optimierungen in Richtung der Fachabteilungen ist neben der Qualität auch die Aktualität von großer Bedeutung.

Halten doch fast 90 Prozent der Fachanwender den Zugang zu Echtzeitdaten in den SAP-Systemen für „eher wichtig oder sehr wichtig“.

Um diese Anforderungen der Mitarbeiter zu erfüllen, ist die zentrale Datenhaltung – im Sinne eines „Single Point of Truth“ – entscheidend.

Dies wollen Entscheider und Anwender eben mit der Installation von Data Lakes und Data Warehouses erfüllen.

„Der Zugriff auf die SAP-Daten findet für knapp 80 Prozent der Befragten mehrmals täglich statt und dabei ist speziell der Zugriff auf Echtzeitdaten essenziell“, unterstreichen die Autoren.

„Die Anforderungen beim SAP-Datenabzug sind besonders stark auf hohe Qualität ausgerichtet und auch die Sicherheit ist bei der Datenübertragung immer eine zentrale Anforderung.“

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