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Kommentar: Alles nur ein großes KI-Game

Funktionen und Prinzipien, auf denen die Internet- und Socialmedia-Ökonomie beruht, sind uns so vertraut, dass sie nicht mehr auffallen.

Dazu zählen sehr einfach formulierte Beiträge für die größtmögliche Reichweite, die Möglichkeit mit einem kleinen Klick einen Post zu liken oder mit einer Fünf-Sterne-Bewertung in den Web-Orbit zu schießen.

Über alle dem schwebt als verbindendes Element die „Gamification“, der Wettbewerb aller Internet-Teilnehmer um die größtmögliche Community. Die Entwickler der Künstlichen Intelligenz haben offensichtlich diesen Siegeswillen vielen KI-Agenten mit in die digitalen Gene gecodet.

KI schreibt simple, schnell zu lesende Posts für maximale Reichweiten und ist darauf ausgelegt – gemäß den Onlinespielregeln der Gamification – möglichst eine Fünf-Sterne-Bewertung zu erzielen. Um zu gewinnen, zieht KI alle Register, mogelt mit erstaunlichen Tricks, halluziniert wirre Zusammenhänge, tarnt sich als Fake-Chef oder geheimnisvolle Geliebte.

Kommentar zu „Kommentar: Alles nur ein großes KI-Game“

  1. warumichradfahre

    Siehe dazu meinen Beitrag heute

    https://warumichradfahre.blog/2026/07/30/zwischen-ki-nutzung-und-umweltkritik-mein-blick-aus-dem-sattel/

    Und morgen gibt es bei mir auch noch einmal etwas dazu.

    Aber ein paar Anmerkungen habe ich auch noch: Gamification und die Ausweitung der Communities halte ich für ein legitimes Ziel. Wahrscheinlich war es schon immer das Ziel von Autorinnen und Autoren, dass möglichst viele Menschen ihre Bücher, Artikel etc. lesen. Warum sollte das jetzt anders sein? Das ist wahrscheinlich auch kein neuer Trend.

    Wieso die von dir beschriebenen Taktiken der KI helfen sollten, die Communities auszuweiten, ist mir nicht ganz klar? Wenn das doch alles so kurz, billig, falsch ist, wieso wird es dann gelesen? Und auch noch geliked? Und noch mit fünf Sternen versehen? Da hängt in deiner Argumentation etwas schief.

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