In der Multi-Domain Operations-Strategie der NATO haben Satelliten eine zentrale Rolle für die Kommunikation, die Navigation, für Frühwarnsysteme und um die Versorgung mit Lagebildern aus den Konfliktgebieten sicherzustellen.
Mit ihrem Blick auf die Erde kommt Satelliten die Aufgabe zu, die verschiedensten Quellen und Domains zu verbinden, zu verlinken und auf diese Weise zu synchronisieren.
Außerdem dient ein Kommunikationsnetzwerk im Orbit dazu, Datenaustausch, Telefonverbindungen, Video-Streaming unabhängig von vulnerablen See- oder Erdkabeln redundant abzusichern.
Die Daten aus den Satelliten sind Teil eines globalen Netzwerks aus Sensoren und Waffenplattformen, die domänenübergreifend Informationen teilen. Neben den Bildern senden die Satelliten GPS-Signale in Verbindung mit exakten Zeitcodes an die Erdstationen, die im Verbund mit anderen Sensoren und Radaranlagen Aufklärung, Verfolgung und Erfassung von Zielen möglich machen.

Beladen mit dem Bundeswehr-„Sarah“-Satelliten – einem von den drei „Augen im Weltraum“ – wird die „Falcon 9“ Rakete aus der Betankungshalle zum Startplatz gezogen.
(Bild: Bundeswehr)
Diese Fähigkeiten sind nicht nur als Angriffsziel für Gegner interessant, sondern auch extrem vulnerabel. Im März gelang es dem Iran offensichtlich, wichtige und schlecht geschützte Radaranlagen der US-Streitkräfte im Nahen Osten zu zerstören. Und mit Störsendern scheint es möglich zu sein, die Kommunikation und Signale aus dem Orbit zu zerstören.
Auch haben Kriege und Verhandlungen gezeigt, wie Staaten die Infrastruktur im Weltraum politisch instrumentalisieren. Um die Ukraine an den Verhandlungstisch zu zwingen, gab die US-Regierung im Frühjahr 2025 Satellitendaten nicht weiter.
Die USA nutzte die Blindheit der ukrainischen Armee als Hebel, um die Regierung in Kiew an den Verhandlungstisch zu zwingen.
Und viele Experten verweisen vor diesem Hintergrund darauf, in welchem Maß NATO und Europa auf amerikanische Satellitensystemen angewiesen sind.
Denn die Multi Domain Operation-Strategie ist ohne die USA und deren Satelliten nicht möglich. Daher sei es dringend erforderlich, dass Europa eigene Weltraumfähigkeiten auf- und ausbaut.
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