, , , ,

Cloud, Success Factors und KI: DSAG zur Zukunft der HR

Offensichtlich arbeiten viele Personalabteilungen sehr fokussiert an der digitalen Transformation – von SuccessFactors-Migration über Künstliche-Intelligenz-Anwendungen bis hin zu neuen Anforderungen an Zeiterfassung und Datenstrategie.

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe hat ihre Mitglieder nach den Herausforderungen, Trends und Lösungsansätzen für IT- und HR-Verantwortliche sowie Fachkräfte in diesen Bereichen im SAP-Kontext befragt.

Zwei zentrale Ergebnisse der Umfrage: SuccessFactors scheint vielfach in den HR-IT-Roadmaps der befragten Unternehmen verankert.

Und die Umstellung auf HCM for S/4HANA – „H4S4“ – sei derzeit ein Thema, das viele Unternehmen umtreibt, erklärt Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector.

Auf die Frage, welche SAP-Systeme sie derzeit im HR einsetzen, gaben 71 Prozent der Befragten an, mit ECC HCM (On-Premises) zu arbeiten. 39 Prozent nutzen SuccessFactors, 23 Prozent S/4HANA HCM On-Premises und 9 Prozent S/4HANA HCM in der Private Cloud.

„An den Antworten wird deutlich, wie heterogen die digitale Transformation in HR und IT ausfällt – und dass sie derzeit in vollem Gange ist“, ordnet Haag ein.

Hermann-Josef Haag, DSAG-Fachvorstand Personalwesen & Public Sector: „Die Umstellung auf HCM for S/4HANA dominiert die Transformations-Roadmaps.“
(Quelle: DSAG)

Das Gros der Antwortenden gab an, sich mit der Umstellung auf S/4HANA HCM zu befassen.

„Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Datenmigration, Prozessharmonisierung und Hybrid-Strategien in Einklang zu bringen – bei gleichzeitigem Bedarf an Planungssicherheit und Ressourcen“, so Haag.

Zunächst stehe die Absicherung der bestehenden HR-Landschaft im Vordergrund, während die Modernisierung von Prozessen und Funktionen – etwa über SuccessFactors – zeitlich nachgelagert erfolgt.

Viele Organisationen stabilisieren zunächst ihre bestehenden HR-IT-Landschaften, bevor sie sich intensiver mit datengetriebenen oder strategisch erweiterten Szenarien befassen können.

„Um diesen Weg planbar zu gestalten, braucht es aus DSAG-Sicht klare Roadmaps, transparente Abhängigkeiten und verlässliche Migrationshilfen, damit Unternehmen Aufwand, Ressourcen und Transformationsschritte realistisch steuern können“, sagt Haag.

„Gerade im HR-Bereich ist die Cloud-Transformation ein aufwendiger Prozess, in dem Basisfunktionen, Integrationen und branchenspezifische Anforderungen sauber zusammenspielen müssen.“

Deshalb sei es entscheidend, dass SAP klare Entwicklungs- und Integrationspfade für SuccessFactors, H4S4 und hybride Architekturen anbietet.

Als Top-5-Herausforderungen nennen die Befragten:

  • Digitale Personalprozesse und Self Services (74 Prozent)
  • Migration von SAP ECC HCM auf H4S4 (64 Prozent)7
  • Datenschutz und Compliance in SAP-HR-Systemen (55 Prozent)
  • HR-Analytics und -Reporting (52 Prozent)
  • Zeiterfassung und Arbeitszeitrecht (EuGH, NachweisG) (47 Prozent)

Fachkräftemangel und digitale Weiterbildung bleiben mit 50 Prozent ein dominierendes Handlungsfeld. Nachhaltigkeit und ESG-Reporting sowie Business Data Cloud/ Datasphere werden jeweils von 16 Prozent der Befragten genannt.

„Die Umfrage zeigt deutlich, dass Unternehmen im HR-IT-Kontext vor allem mit grundlegenden Strukturthemen beschäftigt sind“, ordnet Haag ein.

„Rechts- und Planungssicherheit, funktionierende Kernprozesse und verlässliche Systeme haben derzeit Vorrang vor strategischen Zukunftsthemen. Das erklärt auch, warum Datenschutz und Compliance, HR-Analytics sowie die Umsetzung arbeitszeitrechtlicher Vorgaben weiterhin so hoch priorisiert werden.“

Schreibe einen Kommentar